Geschlossenes Thema Vergütung Bereitschaftsdienst (Gelesen: 4616 mal)
Hellus
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Vergütung Bereitschaftsdienst
29.08.2008 um 09:43:16
 
Hallo liebe Kollegen!

Mich würde mal interessieren wie bei Euch (falls davon betroffen)
der Bereitschaftsdienst vergütet wird?

Bzw. was für einen Dienst leistet ihr?
Richtigen Bereitschaftsdienst, sprich an einem vom AG vorgegebenen Ort sich aufhalten (wie Berufsfeuerwehr).
Oder Rufbereitschaft, also mit Handy und Notebook bewaffnet zu Hause oder im näheren Umkreis der Firma?

Bekommt ihr einen Dienstwagen nur für die Zeit des Bereitschaftsdienstes oder generell?

Wer nicht möchte braucht natürlich nichts oder nur Teilweise antworten.  Zwinkernd
Auch gerne per PN, falls jemand seine Angaben nicht öffentlichen machen will.

Ich frage deshalb um mir mal einen Überblick zu verschaffen wie es "woanders" gehandhabt wird.
Zur Zeit bekomme ich die Rufbereitschaft nämlich nicht extra vergütet.
Griesgrämig


Gruß

Hellus


EDIT: natürlich will ich von keinem seinen Stundenlohn o.ä. wissen,
aber wer möchte kann ja eine ca % Angabe machen.
Also Beispielsweise 25% vom Stundenlohn pro Bereitschaftsstunde auserhalb der normalen Arbeitszeit...
  
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schrotti
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #1 - 29.08.2008 um 21:48:19
 
Bei uns gabs immer eine Rufbereitschaftswoche.
Rufbereitschaft war mo - Fr von 18:00 bis 7:00 und Sa und So.
Vergütet wurde es mit 2 Stunden pro Tag als Freizeit unabhängig ob Einsatz oder nicht.
Bei Einsatz gabs nochmal 2 Std + die tatsächliche Arbeitszeit.
Auto war Zuhause aber ohne priv. Nutzung.
Aus Kostengründen gibts die Bereitschaft nun nicht mehr und nun wird eine wöchentliche wechselde Liste abtelefoniert.

Seitdem habe sogar ich einen Anrufbeantworter, obwohl ich die Blechdeppen garnicht mag.

Aber ums mit Worten des Mediamarkts zu sagen
Ich bin doch nicht blöd

stefan
  

Depp vom Dienst
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hardy_s
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #2 - 30.08.2008 um 23:59:26
 
Infos über "typische" Bezahlungen kann ich Dir nicht geben, kann aber folgendes sagen:

Mag sein, daß viele sich in so erpreßbaren Situationen befinden, daß sie alles unbezahlt machen, was ihnen irgendjemand diktiert. Das ist dann eben Pech. Als nächste Steigerung werden die dann generell nur noch bezahlt, wenn Geld in der Kasse ist - sollen doch froh sein, daß sie überhaupt arbeiten dürfen.

Unbezahlte Bereitschaft ist absurd. Wer 24/7 Dienstleister springen haben möchte, der muß das eben auch bezahlen. Will er das nicht, kann er es ja selber unbezahlt machen.
Das gilt für den Kunden genauso, wie für einen Dienstleister.

24/7-Service gibt's eben nicht zum Praktikanten-Tarif (0 EUR) - es sei denn, es findet sich ein Depp, der's macht.

Oft sind "Techniker" ja leicht ausbeutbares "Trottelviech", da gibt's immer welche, die sich von ihrem Arbeitgeber verkackeiern lassen.


Kannst ja mal bei Deiner Autowerkstatt fragen, was 24/7-Reparaturbereitschaft für Dich kosten würde. Ob Du das auch für Nulltarif bekommen würdest? Und nächtliche Reparatureinsätze für normalen Kinderlohn?
Oder frag mal beim Schlüsseldienst an. Oder beim Sanitärnotdienst.


Wie gesagt: Hauptsächlich liegt es am Dummen, der sich billigst zur Verfügung stellt, daß es sowas gibt.


Eberhard
  
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Groucho
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #3 - 31.08.2008 um 14:14:48
 
@ hardy_s

Die Frage war wie die Bereitschaft bei den Leuten hier Vergütet wird. Und nicht deine Meinung dazu. Denn scheinbar bist du davon nicht betroffen.

Groucho
  
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SK
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #4 - 01.09.2008 um 06:09:14
 
hardy_s schrieb on 30.08.2008 um 23:59:26:
Kannst ja mal bei Deiner Autowerkstatt fragen, was 24/7-Reparaturbereitschaft für Dich kosten würde. Ob Du das auch für Nulltarif bekommen würdest? Und nächtliche Reparatureinsätze für normalen Kinderlohn?
Oder frag mal beim Schlüsseldienst an. Oder beim Sanitärnotdienst.

Als KUNDE zahlt man immer, aber das bedeutet noch lange nicht, dass der Techniker vom Schlüsselnotdienst seine "Wartezeit" bis zu deinem Anruf auch vergütet bekommt. Überleg vorher mal, ob solche Pseudoargumente überhaupt sinnvoll oder doch eher kontraproduktiv sind.

Zur Frage: bei uns gibs Zeitausgleich. Samstags 2:3 und Sonntags 1:2.
  
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hardy_s
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #5 - 01.09.2008 um 17:04:02
 
SK schrieb on 01.09.2008 um 06:09:14:
Als KUNDE zahlt man immer, aber das bedeutet noch lange nicht, dass der Techniker vom Schlüsselnotdienst seine "Wartezeit" bis zu deinem Anruf auch vergütet bekommt. Überleg vorher mal, ob solche Pseudoargumente überhaupt sinnvoll oder doch eher kontraproduktiv sind.

Entschuldige, eher solltest Du überlegen, denn Du scheinst das nicht zu durchschauen.

Natürlich mag es betrogene (wie Hellus) geben, die Ihre "Wartezeit" nicht bezahlt bekommen.

Aber was denkst Du, wo die z.B. 300 EUR für den z.B. 1,5-stündigen WE-Notfalleinsatz des Schlüsseldienstes hingehen!?
Also bei seriösen Firmen eben in die Taschen des "Wartenden" (zumindest zum großen Teil).

Bei unseriösen Firmen geht das in die Tasche von Chef (vermutlich noch am Finanzamt vorbei), und der "blöde Arbeiter-Depp", der am WE die Arbeit macht, bekommt Minimalentgelt.


Mir ist es ein Rätsel, wie man solch einfache Selbstverständlichkeiten nicht durchschauen kann.


Aber verfechtet ruhig weiter die kostenlose Arbeit - ich bin ja nicht der Leidtragende, wenn Ihr nicht bezahlt werdet.

(Oder bist Du, SK, gerade einer dieser "Chefs", die sich bequem an der kostenlosen Bereitschaft [ist ja Deiner Meinung nach nur lächerliche "Wartezeit"] unseriös bereichern?)


Eberhard
  
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Strippenzieher
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #6 - 01.09.2008 um 19:41:30
 
hardy_s bei dir weiß ich oft nicht ob lachen oder aufregen. In jedem Fall lächerlich. Will garnicht groß auf dein Geseiere eingehen, nur soviel, Hellus hat nirgends behauptet, er würde nichst bekommen. Bislang sieht es mehr nach einem Meinungsbild aus, dass er sich einholen will.

Bei uns wird die Bereitschaftszeit nicht extra vergütet. Wenn Einsatz kommt, dann bekommt der Techniker den Aufpreis für den Einsatz in der Bereitschaftszeit ausgezahlt. Wir bekommen das Auto mit nach Hause, teilweise auch für priv. Nutzung. Das ganze wechselt wöchentlich.
  

"Tut mir leid, das letzte DSL habe ich gerade verkauft. Versuchen Sie es morgen nochmal, da bekommen wir neue Telefonanschlüsse geliefert, vielleicht ist auch ein DSL dabei."
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Hellus
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #7 - 01.09.2008 um 20:03:23
 
Hallo und danke erst mal für Eure Anworten!

Im Prinzip ist es bei mir genau so wie beim Strippenzieher...

Ich wollte anfangs nur nicht genauer darauf eingehen, da ich in der Tat erst mal hören/lesen wollte wie es auch noch gehen kann, und nicht eine Diskussion über Ausbeutung lostreten wollte...  Zwinkernd
  
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hardy_s
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #8 - 03.09.2008 um 01:12:36
 
Strippenzieher schrieb on 01.09.2008 um 19:41:30:
hardy_s bei dir weiß ich oft nicht ob lachen oder aufregen. In jedem Fall lächerlich. Will garnicht groß auf dein Geseiere eingehen, nur soviel, Hellus hat nirgends behauptet, er würde nichst bekommen. Bislang sieht es mehr nach einem Meinungsbild aus, dass er sich einholen will.

Falsch (bitte gründlicher lesen, wenn Du schon meckern willst):

Hellus schrieb on 29.08.2008 um 09:43:16:
Zur Zeit bekomme ich die Rufbereitschaft nämlich nicht extra vergütet.


Strippenzieher schrieb on 01.09.2008 um 19:41:30:
Bei uns wird die Bereitschaftszeit nicht extra vergütet. Wenn Einsatz kommt, dann bekommt der Techniker den Aufpreis für den Einsatz in der Bereitschaftszeit ausgezahlt. Wir bekommen das Auto mit nach Hause, teilweise auch für priv. Nutzung. Das ganze wechselt wöchentlich.

(Ich nehme mal an, nach Abzug der Steuern.)

So ist es hier auch, allerdings ohne garantierte Erreichbarkeit, d.h.: Wenn Notfall-Techniker erreichbar und bock, dann kassiert er auch saftig. Wenn nicht: Hat der Kunde Pech. (Ansonsten müßte jemand [der Kunde] satt für die reine garantierte Bereitschaft zahlen, was i.d.R. keiner will [zzgl. teurem Notfall-Einsatz natürlich, wenn vorkommend].)


Eberhard
  
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #9 - 03.09.2008 um 05:34:50
 
hardy_s schrieb on 03.09.2008 um 01:12:36:
So ist es hier auch, allerdings ohne garantierte Erreichbarkeit, d.h.: Wenn Notfall-Techniker erreichbar und bock, dann kassiert er auch saftig. Wenn nicht: Hat der Kunde Pech.

und dann wundern sich einige, warum Deutschland immer mehr zur Service-Wüste wird?
Sowas zu überhaut anzubieten ist doch wiedersinnig. Eine NOTFALL-Hotline, an der dem Kunden nur geholfen wird, wenn der Techniker grad geldgeil ist? Gehts noch?
  
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Schlaubi01
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #10 - 07.11.2008 um 05:53:14
 
Hi,

Hellus schrieb on 29.08.2008 um 09:43:16:
Mich würde mal interessieren wie bei Euch (falls davon betroffen)
der Bereitschaftsdienst vergütet wird?
Bzw. was für einen Dienst leistet ihr?


Bei uns wechselt der Bereitschaftsdienst im wöchentlichen Rhytmus. Bereitschaftszeiten sind Mo-Do. von 18:00-08:00 und Fr. 16:00-Mo. 08:00 und an Feiertagen ganztags.

Jeder Techniker, der Bereitschaftsdienst macht, hat "sowieso" einen Firmen-PKW mit Privatnutzung, ansonsten wird ein Pool-Fahrzeug gestellt.

Die Vergütung erfolgt pauschal für das "Bereit sein" sowie zusätzlich für die geleistete Arbeitszeit im Einsatzfall (Überstunden bzw. Freizeitausgleich) ab einer Arbeitszeit während der Bereitschaft von mehr als 1 Stunde pro Tag. (d.h. "Fernwartungskleinkram" wie mal ´n Reset machen etc. sind in der Pauschale enthalten)

Jeder Techniker im Bereitschaftsdienst verfügt über ein Notebook mit UMTS-Karte (VLAN zum Firmennetz mit den dortigen Fernwartungsservern etc.) + Handy, so daß er sich örtlich ungebunden aufhalten kann. Er muss nur telefonisch erreichbar sein bzw. ca. jede Stunde seine Mailbox abfragen (wenn z.B. kein Empfang im Kino, Schwimmbad, Disco etc.)

Vor-Ort-Einsätze sind eher selten, das meiste kann man per Fernwartung erledigen oder in Absprache mit dem Kunden auf den nächsten Arbeitstag verschieben. Aber es sind die Kollegen auch schon nachts "quer durch Deutschland gefahren"....

Da der Bereitschaftsdienst "angemessen" vergütet wird, gibt es auch keine Probleme, diesen zu besetzen. Im Gegenteil, manche Techniker hätten gerne öfters Bereitschaft als es der Wochenrhytmus zulässt.

Gruß

Erich

  

HiPath Techniker (HiPath 3000/4000/8000) gesucht! Standort bundesweit möglich, bevorzugt jedoch Bayern. &&Firmensitz in Berlin, Hamburg, Köln, München und Italien (Bozen)
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Whissler
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #11 - 09.11.2008 um 14:36:23
 
Firmenwagen gibt es bei uns eh mit nach Hause.

Der Notdienst wechselt wöchentlich und im Einsatzfall geht der "Nebenzeit-Zuschlag" dem Techniker zu Gute.

Aber rausfahren tun wir wirklich nur im einstelligen Prozentbereich der Anrufe. Alles andere lässt sich per Fernwartung lösen oder der Kunde lässt sich auf den nächsten Arbeitstag vertrösten...
  

Die Römische Regel :&&Derjenige, der sagt: "Es geht nicht", soll den nicht stören, der's gerade tut.
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Schlaubi01
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #12 - 09.11.2008 um 20:14:16
 
Hi,

hardy_s schrieb on 30.08.2008 um 23:59:26:
Mag sein, daß viele sich in so erpreßbaren Situationen befinden, daß sie alles unbezahlt machen, was ihnen irgendjemand diktiert. Das ist dann eben Pech.


Problem ist halt auch, daß es mancherorts keine Alternativen gibt, wenn man bei seinem Beruf und Tätigkeit bleiben will, aber den Arbeitgeber wechseln möchte.

Wenn ich mir den Grossraum München so ansehe - die Zahl der grossen TK-Systemhäuser ist eng begrenzt. Ohne den Wohnort zu wechseln hätte ich mit meinen Ansprüchen (Gehalt, Tätigkeit usw.)  nicht viele Möglichkeiten, woanders unterzukommen. Ich wäre - wenn ich wollte - zwar nach einer Kündigung maximal eine Woche arbeitslos, aber wer will schon gerne als Servicetechniker mit zig-Schulungen, Erfahrung usw. in einer Kabelzieh-Bude oder Agfeo-Schrauberklitsche anfangen?

Bereitschaftsdienst gehört jedenfalls vergütet. Ist schliesslich nicht nur "bereit sein", sondern bedeutet auch teilweise grosse Einschränkungen im Privatleben. Nix geht mit "Hallenbad mit Family für 3 Stunden", slebst Kinobesuche müssen entfallen, wenn man dort nicht per Händie erreichbar ist. Je nach Anforderung (Vor-Ort-Verfügbarkeit) müssen auch Besuche am Wochenende "bei Tante Martha" oder Wandern/Klettern/Schifahren usw. unterbleiben. Alkohol auf Feiern, Partys etc. fällt auch aus udn mancher Beziehungsstress ist quasi vorprogrammiert, wenn das morgendliche Ausschlafen&Kuscheln oder das Abendessen bei Kerzenlicht mal wieder ausfallen muss, weil ein Kunde "stresst". Mal ganz abgesehen von der eigenen physischen verfassung, wenn man nachts um drei einige Stunden mit einer Störung verbringt und eigentlich mit der Familie am Sonntag morgen was vorhatte...

"Bereitschaftspauschalen" von 50 bis 400EUR für eine Woche kenne ich, was "passt" muss jeder selbst wissen.

  

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Niels
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Re: Vergütung Bereitschaftsdienst
Antwort #13 - 10.12.2008 um 21:31:25
 
Bei uns wechselt es auch wöchentlich. Wir machen außerhalb der Arbeitszeit Notdienst und bekommen dafür eine Pauschale im unteren, von Erich genannten Bereich.
Da wir sowieso alle Dienstwagen mit Privatnutzung haben, ist das kein Thema. Unser Richtwert zu dem, was wir tun und lassen können gilt, dass wir binnen einer Stunde in der Firma sein müssen. Natürlich fahren wir nicht in die Firma, aber irgendwie muss man das ja definieren.
Wenn ich in's Kino oder Schwimmbad will, dann kann ein Kollege über unser Notdienstsystem den Notdienst schnell mal übernehmen und ich hole ihn danach zurück. Das klappt echt super zwischen uns, es sei denn man sucht zu Himmelfahrt, Weihnachten oder Silvester eine Vertretung.
Die Einsätze sind recht selten, aber es kann auch mal hektisch werden - die Zeit wird dann als Überstunden bezahlt. Und vieles erledigen wir auch per Fernwartung.
Zu dieser ganzen Diskussion kann ich nur noch schreiben, dass ich da zwischen den Argumenten auch immer hin&her gerissen bin.
Zum einen erwirtschaftet die Firma mit den Notdienst-Wartungsverträgen Geld. Damit kann das auch nicht so schwer sein, den Notdienst ordentlich bezahlen. Aber ich sehe auch, was manche Wartungsverträge kosten und da braucht man schon eine recht großen Wartungstopf, damit der nicht fix mal in's Minus geht.
Man kann man sich auch höchstens von den Kunden oder vom Mitbewerber erpresst fühlen, denn ohne das Notdienstangebot wären viele weg oder gar nicht da. Und klar will jeder Kunde seine Telefonanlage am Laufe haben, wenn er sie braucht. Und genug Kunden brauchen diese rund um die Uhr.
Da bei uns aber ein recht breiter Bereich, wie ich meine auf einem recht hohen Niveau betreut wird, machen irgendwie immer alle Notdienst, denn keiner kann alles. Und das ist schon nicht so optimal.

Niels
  
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